Wechseljahre & Hormone

Die Wechseljahre sind keine Krankheit, können aber mit belastenden Beschwerden einhergehen: Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, trockene Schleimhäute oder nachlassende Leistungsfähigkeit. Sie müssen das nicht einfach „aushalten”.

 

Unsere Leistungen

Ausführliche Beratung zu Wechselbeschwerden – Hormonstatus – Individuelle Beratung zur Hormonersatztherapie (Nutzen und Risiken, bioidente transdermale und orale Optionen) – Nicht-hormonelle Behandlungsalternativen – 

Beratung zu Knochengesundheit; Knochendichtemessungen erfolgen in den etablierten Zentren Menogyn (Villach) bzw. Diagyn (Klagenfurt).

Ob und welche Therapie für Sie geeignet ist, hängt von Ihren Beschwerden, Ihrer Vorgeschichte und Ihren persönlichen Präferenzen ab. Wir nehmen uns Zeit, gemeinsam die für Sie passende Lösung zu finden. 

Therapieansätze aus der Longevity Medizin

transkranielle Photobiomodulation (tPBM, Lasertherapie)

AKTUELLE WELTINNOVATION AUS DEUTSCHLAND:

Weber Brain Pro(c)– Lasertherapie für Gedächtnis und Schlaf in der Perimenopause

Die Perimenopause bringt für viele Frauen zwei besonders belastende Symptome mit sich: das Gefühl geistiger Unschärfe („Brain Fog“) mit Wortfindungsstörungen und Konzentrationsproblemen sowie unruhigen, fragmentierten Schlaf. Der Weber Brain Pro Helm setzt bei beidem gleichzeitig an – über transkranielle Photobiomodulation (tPBM), eine nicht-invasive Lichttherapie mit rotem und nahinfrarotem Laserlicht (Wellenlängenbereich 660–1064 nm).

Wirkprinzip

Die Laserdioden im Helm durchdringen Schädeldecke und Kopfhaut und erreichen kortikale Hirnareale bis in eine Tiefe von 3–5 cm. Auf zellulärer Ebene wird die mitochondriale ATP-Produktion angeregt, die zerebrale Durchblutung verbessert und oxidativer Stress reduziert – Mechanismen, die sowohl mit kognitiver Leistungsfähigkeit als auch mit Schlafarchitektur in Verbindung stehen.

Bei Gedächtnisproblemen

Mehrere placebokontrollierte Studien zeigen eine Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses nach tPBM, sowohl bei jüngeren als auch bei älteren gesunden Erwachsenen. Die Wirkung wird über eine Zunahme funktioneller Konnektivität im präfrontalen Kortex vermittelt.

Bei Schlafstörungen

Für Schlaf liegt inzwischen sogar eine randomisiert-kontrollierte Studie an Patienten mit chronischer Insomnie vor: Nach nur drei Sitzungen (810 nm, 10 Minuten, frontal appliziert) verbesserte sich der Pittsburgh-Sleep-Quality-Index signifikant gegenüber Scheinbehandlung, ebenso die Tagesschläfrigkeit. Eine weitere randomisierte Studie bei subjektiver kognitiver Verschlechterung zeigte nach fünf Tagen PBM-Therapie sowohl verbesserte Schlafeffizienz als auch bessere Leistung im Arbeitsgedächtnis-Test.

Anwendung

Der Therapiehelm wird bequem aufgesetzt, die Sitzungsdauer liegt zwischen 10 und 30 Minuten, Frequenz und Intensität lassen sich individuell je nach Beschwerdebild einstellen. Die Anwendung ist schmerzfrei und ohne bekannte relevante Nebenwirkungen in den vorliegenden Studien.

Die Anwendung erfolgt bei uns in der Ordination Postgasse 2 in Villach  und umfasst in der Basistherapiefrequenz von 10-15 Einheiten (2-3x/Woche) und bei Besserung gegebenenfalls auch eine Erhaltungstherapie wöchentlich über mehrere Monate.

Photobiomodulation – Indikationen

  1. Kognitive Leistungsminderung / Brain Fog
  2. Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
  3. Schlafstörungen, Insomnie
  4. Stimmungsschwankungen, leichte depressive Verstimmung
  5. Stressbedingte mentale ErschöpfungPost-Concussion-Syndrom / Schädel-Hirn-Trauma (Nachsorge)
  6. Kognitive Erholung nach Schlaganfall
  7. Subjektive kognitive Verschlechterung (SCD) / frühe neurodegenerative Prozesse
  8. PTBS, Angstsymptomatik (adjuvant)
  9. Perimenopausale kognitive Beschwerden und Schlafstörungen
  10. Allgemeine Brain-Wellness / kognitive Optimierung (gesunde Anwender)

Hyperbare Sauerstofftherapie - mHBOT
Zellverjüngung für die Lebensmitte

HBOT Villach

mHBOT bezeichnet die intermittierende Sauerstoff-Druckkammertherapie im moderaten Druckbereich von 1,4–2,0 ATA. Durch reinen Sauerstoff unter leichtem Überdruck entsteht das sogenannte „hyperoxisch-hypoxische Paradoxon“: Der Körper reagiert auf die intermittierende Hyperoxie mit denselben Regenerationskaskaden, die normalerweise durch echte Hypoxie(Sauerstoffknappheit) ausgelöst werden – ohne die Risiken einer tatsächlichen Sauerstoffunterversorgung.

Der Körper wird kurzzeitig „ausgetrickst“, glaubt an Sauerstoffmangel und fährt daraufhin sein volles Reparaturprogramm hoch – neue Gefäße, neue Mitochondrien, neue Stammzellen, weniger alte/entzündliche Zellen.

Longevity – die Datenlage

Die bislang aussagekräftigste Studie zu HBOT und zellulärer Alterung stammt vom Team um Prof. Shai Efrati (Tel Aviv University/Sagol Center): 35 gesunde Erwachsene ab 64 Jahren erhielten 60 tägliche HBOT-Sitzungen (2,0 ATA, 90 Minuten mit Luftpausen zur Nutzung des hyperoxisch-hypoxischen Paradoxons). Ergebnis: Telomerlänge in T-Helferzellen, zytotoxischen T-Zellen, natürlichen Killerzellen und B-Zellen stieg um über 20 %, bei B-Zellen sogar um bis zu 37,6 %. Gleichzeitig sank der Anteil seneszenter T-Helferzellen um 37,3 %. Die Autoren sprechen explizit von einem „senolytischen Effekt“ – einer Umkehr zweier zentraler Alterungs-Hallmarks auf zellulärer Ebene. Eine Folgestudie derselben Gruppe zeigte zudem messbare Verbesserungen der Hautalterungsparameter, eine weitere signifikante kognitive Verbesserungen (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit) bei über 60-Jährigen.

Perimenopause

In der Perimenopause tragen der Östrogenabfall und die damit verbundene Zunahme proinflammatorischer Zytokine (u. a. IL-6, TNF-α) wesentlich zu Symptomen wie Erschöpfung, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und „Brain Fog“ bei – Östrogen wirkt physiologisch als Modulator des Inflammasoms, dessen Regulation in dieser Phase wegfällt. mHBOT setzt genau hier an: Durch die verbesserte Gewebeoxygenierung und die nachgewiesene Reduktion von IL-6 und TNF-α wirkt die Therapie der perimenopausalen Entzündungslast entgegen, ohne selbst in den Hormonhaushalt einzugreifen. Anwenderinnen berichten in mehreren Fallserien über spürbare Verbesserungen bei Schlafqualität, nächtlichem Schwitzen, Energielevel und kognitiver Klarheit.

Protokoll

Übliche mHBOT-Protokolle im Longevity-/Perimenopause-Kontext liegen bei 1,4–2,0 ATA für 60–90 Minuten, in Serien von >10 Sitzungen – die stärksten Zellalterungseffekte in der Efrati-Studie zeigten sich wohlgemerkt nach 30 Sitzungen. Individuelle Anpassung von Druck und Sitzungszahl je nach Zielsetzung empfohlen.

Wir können die Therapien mit 2 verschiedenen Sauerstoffkammern (liegend und sitzend) anbieten – diese sind aufgrund des hohen Infrastrukturaufwandes in einer anderen Ordination untergebracht (Ordination Mag. Dr. Karin Frager-Kommetter, Dorfstrasse 31 9524 St.Ulrich www.pallidum.at

Kurz erklärt - mannigfaltiges Wirkprinzip der HBOT für diverseste Indikationen

  1. Mehr Sauerstoff im Gewebe: Unter Druck löst sich deutlich mehr Sauerstoff im Blutplasma (nicht nur im Hämoglobin gebunden), dadurch erreicht Sauerstoff auch schlecht durchblutete Zellen.
  2. Kurzfristiger Sauerstoff-Schock täuscht dem Körper Sauerstoffmangel vor: Der plötzliche Sauerstoff-Überschuss wird vom Körper wie ein Alarmsignal behandelt, sobald man die Kammer wieder verlässt (bzw. während der Luftpausen in der Kammer). Das aktiviert dieselben Reparaturgene, die sonst bei echtem Sauerstoffmangel (Höhentraining, Ischämie) anspringen – der sogenannte hyperoxisch-hypoxische Paradox-Effekt.
  3. Zellen bauen mehr Kraftwerke (Mitochondrien): Die Zelle reagiert mit vermehrter Mitochondrien-Produktion, das bedeutet mehr Energie (ATP) pro Zelle.
  4. Neue Blutgefäße entstehen (Angiogenese): Wachstumsfaktoren wie VEGF werden hochgefahren, das Gewebe wird dauerhaft besser durchblutet.
  5. Stammzellen werden mobilisiert: Aus dem Knochenmark werden vermehrt Stammzellen ins Blut ausgeschwemmt, die zur Gewebereparatur beitragen.
  6. Alte, müde Zellen werden abgebaut: Seneszente Zellen, die nicht mehr richtig arbeiten, aber Entzündungsstoffe ausschütten, werden vermindert.
  7. Telomere verlängern sich: Die Schutzkappen der Chromosomen werden wieder etwas länger, ein direktes Alterungssignal wird umgekehrt.
  8. Entzündung sinkt: Weniger entzündungsfördernde Botenstoffe wie IL-6 und TNF-α im Blut.

mHBOT (1,4–2,0 ATA) – etablierte Indikationen (Longevity / Wellness-Anwendung)

  1. Zelluläre Anti-Aging-Anwendung (Telomerlänge, Seneszenz-Reduktion)
  2. Hautalterung / Kollagenaufbau
  3. Kognitive Leistungssteigerung im Alter
  4. Sportliche Regeneration / Erschöpfungssyndrome
  5. Perimenopause: Fatigue, Schlafstörungen, Entzündungslast (IL-6, TNF-α)
  6. Long-COVID (ME/CFS) 
  7. Allgemeine Immunmodulation / Entzündungsreduktion